Chloé Mayenobe (Bild: PR)

Solarisbank holt mit Chloé Mayenobe erstmals eine Frau in den Vorstand

Die Solarisbank steht im Zuge ihrer internationalen Expansion vor einem tiefgreifenden Umbau ihrer Organisation. Die Französin Chloé Mayenobe soll das Wachstum verantworten.

Die Solarisbank holt sechs Jahre nach der Gründung erstmals eine Frau in den Vorstand. Nach Informationen von Finanz-Szene.de und Finance Forward haben die Berliner als neue Chief Growth Officer die Französin Chloé Mayenobe verpflichtet, bislang Vizechefin von Natixis Payments (das ist die Zahlungsverkehrs-Sparte der Investmentbank Natixis, die wiederum zur Pariser Großbank BPCE gehört, die so was Ähnliches ist wie hierzulande die DZ Bank). Mayenobe wird zum 1. März bei der Solarisbank anfangen und zunächst als Generalbevollmächtigte firmieren. Vorbehaltlich der Zustimmung der Bafin soll die 45-Jährige in der zweiten Jahreshälfte in den Vorstand aufrücken.

Wie Finanz-Szene Ende Oktober öffentlich gemacht hatte, durchläuft die Solarisbank zurzeit eine interne Umstrukturierung: Die bisherigen „Business Units“ werden abgeschafft, die Geschäftsverantwortung stärker in die neu geschaffenen Ländergesellschaften verlegt. In diesem Kontext sei auch die Personalie Mayenobe zu sehen, heißt es: Die drei Country Manager Jean-Francois Guillaumin (Frankreich), Michael Köhler (Italien) und Francisco Jamarillo (Spanien) sollen direkt an die neu Growth-Chefin berichten. Die übrigen Zuständigleiten im Vorstand bleiben unberührt.

Der Solarisbank-Vorstand besteht bislang aus CEO Roland Folz, Chief Commercial Officer Jörg Diewald, Finanzchef Thom Rasser und Produktchef Jörg Howein. Daneben gehören – allerdings ohne Vorstandsstatus – Technologiechef Hima Mandali und COO Daniel Seifert der obersten Management-Ebene an. Eine Frau sucht man in der sechsköpfigen Führungsriese bislang vergeblich, ein Zustand, der innerhalb der Belegschaft zuletzt zunehmend kritisch gesehen wurde. In unserem Artikel im Oktober hatten wir vor diesem Hintergrund auch über eine interne Beförderung Delia Königs spekuliert. Sie leitet als Managing Director bislang eine der vier in Auflösung begriffenen Business Units. Die Personalie König sei unabhängig von der Personalie Mayenobe zu sehen, heißt es aus der Solarisbank. Sprich: Da könnte noch was kommen.