Für umgerechnet 57.000 Euro wechselte Ende November eine Unique-Karte mit dem Paris-St.-Germain-Spieler Mbappé in den Sorare-Kader eines Fans (Bild: PR)

57.000 Euro für Mbappé: Der Hype um Fußballsammelkarten auf der Blockchain

Krypto-Luftnummer oder ein valides Business? Die Firma Sorare hat auf der Blockchain ein digitales Pendant zu den Fußballsammelkarten von Panini gebaut. Dahinter steckt ein echter Hype – das ist seine Story.

Non-Fungible Token, kurz NFT – hinter dem sperrigen Begriff steckt eine Technologie, die auf Basis der Ethereum-Blockchain digitale Objekte in einzigartige und garantiert fälschungssichere Sammlerstücke verwandelt. Bislang war das eine ultrakleine Nische für Geeks, Avantgarde-Künstler und mutige Sammler. Doch aktuell wachsen NFT-basierte Games und der Handel mit Trading Cards rasant. OMR erklärt: Wieso investieren Menschen in virtuelle Formel-1-Pisten? Weshalb setzen inzwischen sogar Spielwarenhersteller auf NFTs? Und warum lassen sich der FC Bayern München und 100 weitere Fußballclubs auf Lizenzdeals mit einem gerade zwei Jahre alten Startup ein?

„Der Endgegner“ – so nennen sie Mr. Karrupu in der deutschsprachigen Sorare-Telegram-Gruppe. Sorare ist ein Fantasy-Football-Spiel. Dabei stellen die Teilnehmer fiktive Teams aus Sammelkarten von realen Fußballprofis zusammen. Neben gewöhnlichen weißen Karten, gibt es auch besondere farbige Varianten, die ersteigert werden. Je seltener eine der digitalen Karten ist, desto höher ihr Preis.

Seinen Ruf als Endgegner hat sich Mr. Karrupu in den vergangenen Monaten teuer erkauft: Wieder und wieder übertrumpfte der Sammler hinter dem Pseudonym bei Auktionen seltener Sammelarten alle Mitbieter. Über 850 Trading Cards hat Mr Karuppu bislang ersteigert, darunter viele mit dem Status „Super Rare“ oder gar „Unique“, die also nur zehn Mal oder gar nur einmal pro Saison bei Sorare erhältlich sind.

Ausschnitt aus der Sorare-Sammlung von Mr Karuppu inklusive Kartenwert. Die braunen sind einmalig, von den blauen gibt es jeweils zehn. Screenshot: Sorare

Seine wertvollste Unique-Karte mit dem brasilianischen Fußballer Neymar ersteigerte Mr. Karrupu im Oktober, Kostenpunkt: 74,4 Ether. Beim damaligen Wechselkurs der Kryptowährung entsprachen das 24.000 Euro. Ein Rekord – der inzwischen allerdings schon wieder pulverisiert wurde. Für umgerechnet 57.000 Euro wechselte Ende November eine Unique-Karte mit dem Paris-St.-Germain-Spieler Mbappé in den Sorare-Kader eines Fans.

Offensichtlich wird bei Sorare mit sehr ungleichem Budget gekämpft. Auf der einen Seite die „normalen“ Teilnehmer, die ihre Teams zusammenstellen, in unterschiedlichen Fantasy-Football-Ligen gegeneinander antreten lassen und sich für kleine bis mittlere zweistellige Euro-Beträge Sammelkarten gönnen. Wenn sie nicht wieder mal leer ausgehen, weil Leute mit scheinbar unerschöpflichen Mitteln sich ihren Edelkader zusammenshoppen. Endgegner wie Mr. Karuppu, die bei Sorare nicht auf einen Sieg spekulieren, sondern auf Wertzuwachs.

Millionenschwerer Fonds für wertvolle NFTs

Tatsächlich steckt hinter dem Pseudonym Mr. Karrupu einer der aktuell aktivsten NFT-Sammler. Aus einer Bewertung des Portfolios von Metapurse, einem auf wertvolle digitale Objekte spezialisierten Fonds, geht hervor, dass Mr. Karuppu identisch ist mit MetaKovan. So nennt sich ein Krypto-Investor, von dem wenig mehr bekannt ist, als dass er einen Tech-Hintergrund hat, schon lange in der Szene unterwegs ist und offensichtlich über viel Geld verfügt. Das legt er seit 2017 über seinen Fonds Metapurse breit in NFTs an – digitale Kunstwerke, Grundstücke in virtuellen Welten, diverse digitale Rennautos – mit einem Gesamtwert von über vier Millionen US-Dollar. Seine Sorare-Trading-Cards, mittlerweile allein einige Hunderttausend Dollar wert, wurden aus technischen Gründen gar nicht mitbewertet.

Auf das Konto von MetaKovan geht auch der Deal, der die Szene Anfang Dezember raunen ließ. In einem Bieterwettstreit beim NFT-Game F1 Delta Time trieb er den Preis für einen fünfprozentigen Anteil an der virtuellen Version der Formel-1-Rennstrecke von Monaco auf mehr als 180.000 Euro. Zu den Unterlegenen zählte unter anderem der als Tony G bekannte litauische Pokerspieler, Geschäftsmann, Politiker und Blockchain-Enthusiast Antanas Guoga. Der kam wiederum ein paar Tage später zum Zug und erwarb für seinen Rennstall „Super Fast“, den er in dem Spiel gerade aufbaut, einen Boliden im Gegenwert von rund 64.000 Euro.

Der Poker-Profi und sein virtueller Rennstall

„Ich investiere gerade im großen Stil in dieses Feld“, so Gouga im Chat mit OMR. Er sei überzeugt NFTs hätten enormes Zukunftspotenzial – und damit auch Animoca Brands, die Firma hinter F1 Delta Time, in die Gouga ebenfalls Geld gesteckt hat. Die hatte 2017 Crypto Kitties gelauncht, ein Spiel, indem es darum geht, Katzen zu züchten und zu verkaufen. Da einige der digitalen Haustiere für über 100.000 Euro gehandelt wurden, verschaffte Crypto Kitties dem Thema Blockchain-basiertes Gaming erstmals größere Aufmerksamkeit.

Gouga spricht auch mit Blick auf sein Rennteam innerhalb des Spiels nicht ohne Grund von Investments. Denn bei F1 Drive Time geht es nicht nur darum, gegeneinander in Autorennen anzutreten. An vielen Stellen des Spiels wechselt die In-Game-Kryptowährung Revv den Besitzer: Teile für die Autos werden damit bezahlt, Startgebühren für Zeitfahren entrichtet, Siegprämien darin ausgezahlt. Ab der kommenden Saison erhalten außerdem die Anteilseigner der Rennkurse Revv, wenn jemand ihre Strecke benutzt. Mit NFTs können Leute wie MetaKovan demnächst neben möglichem Wertzuwachs ihrer virtuellen Besitztümer also auch direkt Geld verdienen.

Sobald Blockchain und Gaming zusammenfinden, ufern die FAQ-Sektionen mit Erklärungen zur genauen Funktionsweise aus. Darum an dieser Stelle nur das Wesentliche zu den NFTs: Wie eingangs erwähnt, steht die Abkürzung für „Non-Fungible Token“. Anders als fungible, also austauschbare Token wie Bitcoin, sind NFTs einzigartig, in der Regel unzerstörbar und können auf speziellen Plattformen wie Open Sea oder Super Rare gehandelt werden. Vereinfachend gesagt, lassen sich dank NFTs die Echtheit, der Preis und der Besitzer eines Objekts über eine Blockchain garantieren und nachverfolgen. Dieses Objekt kann eine Sammelkarte oder ein Kunstwerk sein, ein Stück Land in einer virtuellen Welt, ein Sneaker, der nur im Internet existiert, oder eben eine Crypto-Katze für 300.000 Euro.

Zurück zu F1 Drive Time. Noch ist das Spiel nicht einmal komplett veröffentlicht und ungewiss, ob es so viele Spieler finden wird, dass Leute wie MataKovan und Tony G. ihre Investitionen über Streckenmaut oder Siegprämien wieder einspielen. 2021 wird sich zeigen, ob die NFTs in ihrem Besitz im Wert steigen – oder das Gegenteil eintritt. Das weiß natürlich auch MetaKovan. In einem Podcast sprach er neulich über seine Investition in einen mit (digitalen) Diamanten besetzen F1-Delta-Time-Rennwagen, den er 2019 für 111.000 Dollar ersteigert hat: „Entweder wird dieses Spiel groß. Oder das war der schlechteste Kauf meines Lebens.“

Wachstum um 50 Prozent jeden Monat

Wie es aussieht, wenn ein NFT-Spiel groß wird, das lässt sich derzeit bei Sorare beobachten. 10.000 aktive Spieler habe das Ende 2019 offiziell gelaunchte Fantasy-Football-Game mittlerweile, so Sorare-Gründer Nicolas Julia. Getrieben werde das aktuelle Wachstum – monatlich um bis zu 50 Prozent – vor allem durch Lizenzdeals mit internationalen Spitzenclubs. Je nach deren Bekanntheit bringe jeder Deal auf einen Schlag zwischen 300 und 3.000 neue User.

Zuletzt konnte Sorare Lizenzen von einer ganzen Reihe Big Shots erwerben: Paris Saint-Germain ist dabei, Juventus Turin, Atlético Madrid, seit einigen Wochen auch der FC Bayern München, ganz frisch Fenerbahçe SK. Aus der deutschen Bundesliga außerdem Bayer 04 Leverkusen und Schalke 04. Die Ziele des französischen Startups sind ambitioniert: Bis Ende 2021 will Gründer Julia Verträge mit allen Clubs der 20 global führenden Fußballligen abgeschlossen haben.

Gamifizierung des Panini-Albums

Im Sommer 2018 hatten Julia und sein späterer Mitgründer Adrien Montfort NFTs für sich entdeckt – und die damit verbundene Möglichkeit, limitierte digitale Objekte zu erschaffen. „Wir waren sofort davon fasziniert“, sagt Julia. Als Kind habe er Panini-Bilder gesammelt. „Ich hatte Tonnen davon.“ Später habe er das französische Fußball-Manager-Game „Mon Petit Gazon“ gespielt. „Mit Sorare vermische ich nun beides für Erwachsene“, sagt Julia. „Die meisten Leute, die bei Sorare mitspielen und Karten sammeln, haben eine ähnliche Geschichte wie ich.“

Zunächst hätten die beiden Gründer nur an digitale Sammelkarten gedacht, dann sei die Idee hinzugekommen, diese Karten in einem Spiel einsetzbar zu machen. Das Fantasy-Football-Konzept entstand also quasi als Gamification-Rahmen für einen NFT-Collectibles-Case. „Unser Ziel ist, den Blockchain-Aspekt so weit es geht in den Hintergrund zu rücken, dessen besondere Charakteristika aber beizubehalten: Knappheit, Authentizität, Transparenz und Nachverfolgbarkeit der Herkunft“, sagt Julia.

Denn wirklich groß kann Sorare nur werden, wenn sich deutlich mehr Leute dafür interessieren als nur die überschaubare Krypto-Community. Beim Start der Beta-Version als Invite-only im Juni 2019 hätten die Blockchain-Geeks noch den Großteil der Spieler ausgemacht, so Julia. Nach der Öffnung des Betatests und der Verkündung erster Lizenzdeals mit Clubs sei es dann aber zu einem „beispiellosen Wachstum“ gekommen. „Das war die Bestätigung für unsere Idee“, sagt Julia. „Da haben wir gemerkt, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Die Blockchain macht alle Trades nachvollziehbar. Es gibt sogar eine eigene Plattform, so lässt sich der Erfolg von Sorare auch in Zahlen fassen: 104 Clubs und mehr als 3000 Fußballer umfassen die Lizenzdeals der Franzosen aktuell. Über 93.000 Sammelkarten sind bislang herausgegeben worden, davon rund zehn Prozent als „super rare“ und etwas mehr als 801 als „unique“ Karten (die im Fantasy-Football-Spiel ebenfalls nutzbaren „common“-Karten werden hier nicht erfasst). Allein im vergangenen November sind Sorare Trading-Cards im Wert von 1,2 Millionen Euro gehandelt worden, der durchschnittliche Preis beträgt inzwischen etwas mehr als 88 Euro.

Mia sammeln Mia

Gut möglich, dass diese Zahlen demnächst deutlich steigen. Denn noch fehlen viele der wirklich großen Namen der Fußballwelt. Darum sind die jüngsten Abschlüsse mit den AAA-Clubs für Sorare so wichtig. „Der Deal mit dem FC Bayern München öffnet uns viele Türen in Deutschland und der Welt“, sagt Julia.

Das Team des FC Bayern München ist seit Anfang November als dritter Bundesligaverein beim Fantasy-Football-Game Sorare vertreten

Wie lang der Weg hierhin für den Sorare-Gründer gewesen ist, klingt durch, wenn man mit der Gegenseite spricht. Der FC Bayern München sei kein „First-Mover“, sagt Benjamin Steen, Head of Customer Care and Digital Licencing Media bei dem Verein. Man habe „sich neben der Konzeptidee auch davon beeinflussen lassen, dass bereits viele hochkarätige Clubs mit Sorare eine Partnerschaft abgeschlossen haben“. Das sei „definitiv“ ein Indikator für eine professionelle und erfolgsversprechende Plattform gewesen, so Steen.

Entscheidend sei ein anderer Faktor gewesen, der sich mit Julias Vision deckt. Letztlich habe Sorare als Produkt damit überzeugt, so Steen, dass die digitalen Sammelkarten „nicht nur gekauft, verkauft und getauscht werden können, sondern diese im Fantasy Football Manager eingesetzt werden“.

Neue Erlösquelle für die Vereine

Seit es Sorare gelungen ist, neben dem FCB auch aus vier weiteren führenden europäischen Ligen mindestens einen Top-Club zur Unterschrift zu bewegen, blickt Julia selbstbewusst in die Zukunft: „Bei Sorare vertreten zu sein bringt den Clubs und Ligen Sichtbarkeit bei unserer globalen und wachsenden Zielgruppe und eine neue Erlösquelle.“ Steen teilt diese Sichtweise und sieht den Marketing-Effekt für seinen Verein. Er spricht von einer „Win-win-Situation“, da man über das gemeinsame Produkt zusammen jeweils unterschiedliche Zielgruppen erreiche.

Wie aber sieht es mit dem zweiten Argument von Julia aus: Sorare als Erlösquelle für die Clubs? Wie üppig diese sprudelt, will der Gründer allerdings nicht verraten. Man zahle wie im Business üblich eine jährliche Lizenzgebühr. Darüber hinaus gebe es mit jeder Liga und jedem Club spezielle Absprachen, abhängig von deren Größe und Popularität.

Das lässt zumindest vermuten, dass hier – ähnlich wie bei F1 Delta Time – die Möglichkeiten der NFTs genutzt werden könnten, die Clubs am Handel oder der Nutzung der Trading Cards im Spiel partizipieren zu lassen. Auch Steen sind hierzu keine Details zu entlocken. „Wir haben im Vertrag Stillschweigen über die Inhalte vereinbart und möchten uns natürlich daran halten“, heißt es diplomatisch von ihm.

Captain Kirk entdeckt die Blockchain

Etwas transparenter geht Wax mit dieser Frage um. Die US-Firma ist eine Art Blockchain-Infrastruktur-Dienstleister, der das Erschaffen und den Handel von NFTs vereinfachen will. Zudem agiert Wax als Partner der Rechteinhaber und published Trading Cards. Zahlen zu konkreten Deals gibt es auch hier nicht. Dafür immerhin die Auskunft, dass bei Trades auf dem Zweitmarkt eine Gebühr von acht Prozent abgeführt wird. Die werde dann zwischen dem Betreiber des Marktplatzes, dem Publisher und dem Rechteinhaber aufgeteilt.

Die Aussicht auf stetig fließende Einnahmen war vielleicht auch ein Argument für William Shatner, seine alten Fotoalben vom Dachboden zu holen. Im Juni erschien eine Edition von Wax-Sammelkarten des als Captain Kirk in der Science-Fiction-Serie „Star Trek“ berühmt gewordenen Schauspielers. Die Karten zeigen einige nie publizierte Bilder wie eine Aufnahme aus dem Moment, in dem Shatner von der Geburt einer seiner Töchter erfahren hat, ein anderes eine innige Umarmung mit Spock-Darsteller Leonard Nimoy.

Ausverkauft in neun Minuten

Rund 125.000 digitale Fotos samt kurzer Anmerkung von Shatner hat Wax auf 10.000 Päckchen aufgeteilt. Die können die Käufer dann öffnen, wodurch ein Smart Contract ausgelöst wird und sie die einzelnen Karten zu sehen bekommen. Oder sie lassen die virtuellen Tütchen verschlossen und spekulieren auf eine Wertsteigerung. Nach nun neun Minuten seien alle Shatner-Karten-Packs ausverkauft gewesen. Nicht nur darum zeigt sich bei Wax zufrieden, sondern auch weil ein Kalkül aufgegangen ist: „Unter den Käufern waren viele Frauen mittleren Alters – nicht gerade das übliche Blockchain-Publikum“, sagt Arielle Brechisci, Content Manager bei Wax.

Hinter dem laut Crunchbase mit 42 Millionen US-Dollar solide finanzierte Unternehmen stehen zwei Veteranen der Blockchain-Szene. Zuvor haben die einen Markplatz für digitale Spielinhalte aufgebaut. Nun wollen sie den Erfolg in viel größerem Maßstab wiederholen und einen universellen Marktplatz für NFTs sowie eine leicht bedienbare Plattform für das Sammeln digitaler Objekte etablieren. Nicht mehr nur Geeks sollen mit der Technologie zurechtkommen, sondern eben auch mittelalte Frauen mit einem Faible für Captain Kirk. „Mainstream-Kunden wollen sich nicht mit Sachen wie Wallets, Public und Private Keys befassen“, sagt Brechisci. Darum könnten sie sich bei Wax mit ihren Facebook- oder Google-Daten einloggen und mit nur zwei Klicks einen Account anlegen.

Beat’em Up und Deep House

Neben der simpel zu bedienenden Infrastruktur entscheidet am Ende der Content, ob Wax die NFT-Trading-Cards in den bislang analogen Sammler-Mainstream führen kann. Noch verströmt die Mehrheit der Editionen – von Sammelkarten mit animierten Boxen alter Atari-Spiele bis zu den „Blockchain Heroes“, die gerade in die zweite Auflage gehen – noch reichlich Nerd-Appeal. Doch die Perspektive ist ganz klar auf den Mainstream gerichtet.

Am 12. Dezember launcht Wax eine Kartenserie mit dem DJ Deadmau5. In der Pipeline stehen ein „Street Fighter“-Set und eine Zusammenarbeit mit einem großen US-Spielwarenhersteller, die kurz vor Weihnachten live gehen soll. Details zum Produkt kann Brechisci noch nicht mitteilen, aber dass es sich um ein Produkt mit „einer gewaltigen Fanbase“ handelt, die bislang eher keine Berührungspunkte mit dem Thema Blockchain haben dürfte.

Das Muster der Deals ist im Kern immer identisch: Wax sucht sich Partner mit Zielgruppen, die bislang nicht abgedeckt werden. Deren Ansprache erfolgt über die Kanäle der Partner. Neue User landen dann bei Wax. Die Karten kommen im Rahmen eines Drops in den Handel. Und anschließend verdienen alle mit an jedem künftigen Trade.

„Im Moment sind wir die Könige der NFTs“, sagt Brechisci. Und das Reich, über das Wax herrschen will, wird immer größer. Das Volumen der gehandelten virtuellen Items aus Computerspielen, also digitale Objekte wie „World of Warcraft“-Äxte oder „Fortnite“-Skins, umfasse aktuell 100 Milliarden US-Dollar, so Brechisci. „Wir gehen davon aus, das zu übertreffen.“

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