Zum Launch in Großbritannien strahlte N26 Gebäude in ganz London mit seinem Logo an (Bild: PR)

N26 zahlte seinem UK-Chef 200.000 Pfund

Über die Gehälter von Fintech-Managern ist bislang sehr wenig bekannt. Ein Jahresabschluss von 2020 zeigt nun, wie viel der UK-Chef bei N26 bekam.

Wie viel Geld N26 bei seiner missglückten außer-kontinentaleuropäischen Expeditionen allein 2020 verbrannt hat, kam jüngst eher unfreiwillig heraus: Co-Gründer Valentin Stalf hatte in einem Interview erklärt, sein Unternehmen habe in jenem Jahr einen Verlust von 110 Millionen Euro erlitten. Tatsächlich zeigte das offizielle Zahlenwerk: Es war viel mehr gewesen, nämlich 151 Millionen Euro. Die Differenz in Höhe von 41 Millionen Euro? War in den USA und UK angefallen – und offenbar nicht der Stalf’schen Rede wert.

Jedenfalls: Ein hübsches Detail in diesem Zusammenhang geht aus dem mittlerweile veröffentlichten, per 31. Mai 2020 erstellten Abschluss der britischen N26-Tochter hervor. Darin nämlich steht, dass der UK-Chef Nicholas Kennett seinerzeit auf Jahressicht eine Vergütung in Höhe von 200.115 Pfund zuzüglich einer Beigabe zur Altersvorsorge im Umfang von 7.933 Euro erhalten habe. Macht in Summe und umgerechnet zum damaligem Kurs eine Gesamtvergütung von gut 230.000 Euro.

Nun fällt die Erkenntnis, was der gute Herr Kenneth (der inzwischen übrigens für Western Union unterwegs ist) verdiente, einerseits und zugegebenermaßen eher in die Rubrik „Fun Fact“. Andererseits: Über die Gehälter von Fintech-Managern im Allgemeinen ist ja eher wenig bekannt. Und über die Gehälter von N26-Managern im Speziellen? Rein gar nichts. Insofern vermittelt das Beispiel des alles in allem nur bedingt erfolgreichen Herrn Kenneth zumindest mal einen groben exemplarische Eindruck.

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