Gründer Sascha Lohfink (Bild: PR)

500-Millionen-Finanzierungsdeal für Start-up GNIW

Der Investor Fortress Investment Group setzt auf das Berliner Unternehmen GNIW, das für Immobilienbesitzer einen Rückmietkauf anbietet. Szeneköpfe haben die Firma in den vergangenen Jahren aufgebaut.

Das Start-up GNIW gewinnt einen Großinvestor: Fortress Investment Group, hinter dem der Staatsfonds von Abu Dhabi Mubadala steht, macht eine Finanzierungszusage über eine halbe Milliarde Euro. Die Finanzierung wird über ein gemeinsames Joint Venture verwaltet. Für diesen Betrag will der milliardenschwere Fonds deutsche Immobilien ankaufen. GNIW, das für „Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft“ steht, sucht die Immobilien aus und managt das Portfolio.

Dabei hat sich das Unternehmen auf einen sogenannten Rückmietkauf spezialisiert: Die GNIW erwirbt Einfamilienhäuser von älteren Menschen, die ihr Eigenheim zu Geld machen wollen, aber trotzdem in dem Haus wohnen bleiben wollen. Im Gegensatz zu Konkurrenten kauft der Berliner Anbieter immer die Immobilie komplett. Damit halte man das Konstrukt einfach, sagt Sascha Lohfink, der das Unternehmen zusammen mit Henryk Seeger leitet. Bei den Wettbewerbern kauft der Anbieter meist nur weniger als die Hälfte der Immobilie.

Nach einer eingehenden Prüfung soll sich Fortress von der Expertise des Berliner Anbieters überzeugt haben. Finanziert wurde das Unternehmen von Start-up-Köpfen, darunter der Project-A-Gründer Florian Heinemann oder der Friendsurance-Gründer Sebastian Herfurth. Der neue Deal dürfte ein Ritterschlag für die Firma sein.