Eine Immobilie, die über die Plattform E&V Digital Invest finanziert wurde (Bild: PR).

Fintech-Volksbank steigt bei Immobilien-Plattform Engel & Völkers Digital Invest ein

Exklusiv: Beim Börsengang der Engel & Völkers Digital Invest beteiligt sich auch die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank. Die Bank fiel zuletzt mit mehreren großen Fintech-Deals auf. Was steckt hinter dem Deal mit der Berliner Crowd-Plattform?

Die Mitteilung enthielt zwar eine Zahl. Aber Ross und Reiter nannte sie nicht: Nur wenige Tage nach Beginn der Zeichnungsfrist beim Börsengang des Berlin Immo-Crowdinvesting-Portals Engel & Völkers Digital Invest sei „durch einen einzelnen institutionellen Investor eine Zeichnungsorder für rund 30 Prozent des angebotenen Aktienpakets veranlasst“ worden. So teilte es die EV Digital Invest AG am Freitag mit.

Um wen es sich bei dem ungenannten „institutionellen Investor“ handelt – das haben jetzt Finance Forward und Finanz-Szene herausgefunden. Das 30-Prozent-Paket landet nämlich bei der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank. Zur Einordnung: Das bei der Erstnotiz „angebotene Aktenpaket“ entspricht allerdings nur zehn Prozent des gesamten Kapitals.  Die Odenwald-Volksbank wird also keine 30 Prozent an dem Exporo-Herausforderer halten. Sondern erst einmal nur rund 3 Prozent, wie Ralf Magerkurth, der Vorstandschef der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank, gestern auf Anfrage bestätigte.

Spannend ist der Deal trotzdem. Zumal der Volksbank-Chef Magerkurth mit der Berliner Fintech-Szene schon seit längerem eng verbandelt ist. Ausgestattet mit einem ordentlichen Passivüberhang, investiert die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank über Fintechs wie Billie oder Banxware in Plattform-Kredite. Einer der Schwerpunkte dabei: Buy now, pay later.

Das Investment in „Engel & Völkers Digital Invest“ ist für Magerkurth eine natürliche Fortsetzung seiner übrigen Fintech-Engagements. Zumal seine Volksbank in der Wohnbaufinanzierung auch stark mit Bauträgern kooperiere. In diesem Kontext sei man mit „Engel & Völkers Digital Invest“ schon häufiger in Berührung gekommen.

Bleibt nur noch abzuwarten, welches Fintech das nächste ist, mit dem die Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank ins Geschäft kommt.

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