Elektronisches Geld im E-Commerce – lässt sich die Revolution noch aufhalten?

Viele E-Commerce-Händler werden den Gedanken, künftig auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren, zumindest im Kopf schon längst einmal durchgespielt haben. Schließlich wird der Erwerb von Kryptogeld immer einfacher und die Krypto-Affinität steigt auch im deutschsprachigen Raum.

Der Anteil der Verbraucher, der Ende 2021 Kryptogeld besaß, steigt kontinuierlich an: Nach Ergebnissen des Statista Global Consumer Surveys gaben beispielsweise 17 Prozent der in der Schweiz Befragten an, Bitcoins oder Altcoins zu besitzen – das ist ein Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Besitz von Blockchain-basierten Währungen nahm auch in Deutschland (von fünf auf zehn Prozent) und Österreich (von sieben auf zwölf Prozent) zu.

Hybridmodelle könnten die Brücke zum Web3 bilden

Bevor sich digitales Geld im Mainstream der Bezahlmethoden etabliert, liegt allerdings noch eine größere Wegstrecke vor uns. Zunächst müssen die Kursvolatilitäten in den Griff bekommen werden – der Negativ-Trend bei der Marktkapitalisierung von Kryptocoins seit Anfang des Jahres zeigt dies deutlich. Hier werden die Zentralbanken in der Pflicht stehen, Systeme voranzutreiben, die elektronisches Geld an Währungen koppeln.

Trotzdem entwickeln sich gerade viele einfallsreiche Hybridmodelle, die eine Brücke vom heutigen Web2 zum Web3 schlagen könnten. Neben der Erleichterung von Blockchain-Zahlungen durch zentralisierte Zahlungsakteure werden in der Szene auch der Aufbau halbregulierter Dezentraler Autonome Organisationen (DAOs) auf Sidechains oder die Kombination dezentraler Strukturen für den Besitz von Inhalten oder Nutzergruppen mit zentralisierten Plattformen für Marketing, UX und Aggregation diskutiert. Diese hybriden Ansätze sind darauf ausgelegt, die Nachteile, die mit beiden Formen der Internet-Infrastruktur verbunden sind, zu minimieren und die Vorteile zu optimieren.

Neuer Krypto-Report von Checkout.com analysiert Chancen im E-Commerce

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die noch offenen (Regulierungs-)Fragen rund um Kryptowährungen gelöst werden und Stablecoins sich einfach als eine weitere Zahlart im digitalen Kaufprozess etablieren werden. Untersuchungen zeigen, dass dort, wo vertrauenswürdige und regulierte Finanzdienstleister den Krypto-Zahlungsprozess unterstützen können, sowohl Verbraucherinnen und Verbraucher als auch E-Commerce-Unternehmen die spezifischen Vorteile von elektronischem Geld nutzen wollen.

Als Payment-Provider wollten auch wir mehr über den aktuellen Umgang mit Kryptogeld erfahren und wissen, wie es um die Risiken und Chancen bestellt ist. Dafür haben wir weltweit über 30.000 Konsumentinnen und Konsumenten und 3.000 Händler zu ihren Nutzungspräferenzen befragt. Die Ergebnisse können Sie in unserem kommenden deutschen Krypto-Report nachlesen, der demnächst auf unserer Webseite zum Download bereitsteht. Seien Sie gespannt!

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