Bloom-Gründerinnen Leonie Ellerbrock und Viktoria Lindner (rechts). Bild: PR

Arsipa kauft Start-up Bloom

Exklusiv: Gründerin Viktoria Lindner veräußert ihr Software-Start-up Bloom, mit dem Unternehmenskunden etwa digitale Vorsorgedateien verwalten können. Es wird in die Firmengruppe Arsipa integriert, die in den vergangenen Jahren Betriebsärzte und Sicherheitsexperten zusammen gekauft hat.

Seit einigen Jahren ist Viktoria Lindner in der Berliner Start-up-Szene unterwegs. Erst als Beraterin und heute als Gründerin. Zusammen mit Leonie Ellerbrock hat sie 2021 Bloom gegründet. Die Software richtet sich an Firmen, die die Mitarbeitergesundheit über das Tool verwalten können. Etwa Gesundheits-Angebote oder die digitale Vorsorgedatei sind in dem Programm verfügbar. In einigen Branchen gibt es spezielle Anforderungen, wie beispielsweise eine Masern-Impfpflicht für Erzieherinnen und Erzieher, darauf ist das Programm eingestellt.

Nun kauft die Berliner Firma Arsipa das junge Unternehmen. Bei Arsipa handelt es sich um ein sogenanntes Roll-up. Vor rund fünf Jahren von Felix Jander gegründet, kauft es Praxen von Betriebsärzten und Experten für Arbeitssicherheit zusammen. Im vergangenen Jahr übernahm der Private-Equity-Player Warburg Pincus das Unternehmen.
Seitdem ist Arsipa weiter stark gewachsen und hat bereits noch einmal 17 Firmen hinzugekauft. Bloom ist ein besonderer Zukauf, weil es sich um eine Softwarelösung handelt.

Bislang hat sich Arsipa auf die Software für die eigenen Unternehmen fokussiert – und bedient jetzt mit Bloom auch direkt die Kunden – ein „fehlendes Puzzleteil“ für die Firma, sagt CEO Caner Kaya. „Für SAP oder Personio ist das Segment zu kleinteilig und kompliziert – jede Branche ist anders“, sagt der Arsipa-Chef.

Auch Bloom hat Hoffnung in den Deal: „Der klassische VC-Track war für uns nicht der richtige – es braucht einen Strategen, der das Geschäft mit uns weiterentwickelt“, sagt Lindner. Es handelt sich bei dem Verkauf um eine Mischung aus Equity und Cash. Das kleine Team von zehn Personen bleibt weiterhin an Bord.

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