Unternehmerin und Business-Angel Verena Pausder (Foto:Patrycia Lukas)

„Frauen in der Führung sind ein Business Case“ – Verena Pausder im Female Finance Podcast mit Janin Ullmann

Partner-Podcast: Fernsehmoderatorin Janin Ullmann spricht alle zwei Wochen mit prominenten weiblichen Persönlichkeiten über finanzielle Unabhängigkeit. Gast in dieser Folge: Unternehmerin und Angel-Investorin Verena Pausder.

Die erste Idee hat nicht geklappt. Für eine Salatbar-Kette wagte Verena Pausder den Ausstieg aus dem Konzern. Dass sie selbst etwas gründen wollte, das wusste die Unternehmerin schon früh. Von klein auf erfuhr sie durch ihre Eltern, was es bedeutet, eine Firma zu gründen.

Aber die Unabhängigkeit komme nicht ohne Bedenken. Die heutige Angel-Investorin erzählt im Female-Finance-Podcast mit Janin Ullman von den Zweifeln vor ihrer ersten Gründung und der Frage, ob die Idee überhaupt gut genug sei, um zu „springen“.

„Ich hatte Angst, dass ich es nicht hinbekomme, vor Investoren stehe und sagen muss, dass ich es nicht geschafft habe.“ Dabei sei die Idee gar nicht das Wichtigste, sagt Pausder. Es gehe um die Umsetzung, das Team, Kapital und vor allem um den Markt – der Erfolg kommt durch die richtige Kombination von Markt und Zeit: „Es braucht ein Match von Idee und Timing.“

Die Idee mit Fox & Sheep Apps für Kinder zu entwickeln, kam für sie zur richtigen Zeit. „Wir waren früh dran und hatten sehr hohe Qualitätsansprüche. So sind wir zu 40 Million Downloads gekommen“, erzählt die Unternehmerin, die heute nicht mehr nur auf eigene Ideen setzt, sondern ebenso in die Visionen anderer investiert und sich für digitale Bildung in Deutschland einsetzt.

Im Gespräch mit Janin Ullmann erklärt die Investorin, wieso Frauen in Deutschland noch immer so viel seltener gründen als ihre männlichen Mitbewerber. Obwohl Gründerinnen höheres Umsatzwachstum und höhere Gewinne erzielen, seien sie deutlich seltener Teil der Unternehmensführung. Verena Pausder beschreibt, dass das vor allem daran liege, dass Frauen weltweit nur rund zwei Prozent des Kapitals aus Venture-Capital-Fonds erhalten. Aber auch daran, dass Familie und Karriere gesellschaftlich und politisch für Frauen schwer vereinbar seien.

Ein Problem, das im Gesetz verankert ist: „Es stellt sich offensichtlich die Frage: Sind Frauen in Vorständen einfach nicht vorgesehen? Vorstände sind durchschnittlich 53 Jahre alt und männlich. Elternzeit ist da nicht vorgesehen“, erzählt die Unternehmerin. Ein Missstand, der zur #stayonboard-Initiative führte, die Verena Pausder ins Leben ruft, als Delia Lachance ihr Vorstandsmandat beim Online-Möbelhändler Westwing niederlegen musste, um Elternzeit machen zu können. Mit #stayonboard bewirkte Verena Pausder eine Gesetzesänderung, die zukünftig genau das ermöglicht.

In dieser Folge als Expertin dabei: Bettine Schmitz, Co-Founderin des Auxxo Female Catalyst Fund, einem Venture-Capital-Fonds, der sich ausschließlich an Unternehmen mit mindestens einer Gründerin richtet und dem Female-Business-Angels-Netzwerk Evangelistas, das sich auf wirkungsorientierte Gründerinnen fokussiert, um die Vielfalt und Gleichberechtigung in der Investmentwelt voranzutreiben.

Über Female Finance:

Female Finance ist der Podcast zur finanziellen Unabhängigkeit von Frauen – von und mit Janin Ullmann. Alle zwei Wochen spricht TV-Moderatorin und Journalistin mit inspirierenden Frauen und Expertinnen zu Themen wie Altersvorsorge, Geldanlage, Unternehmertum oder auch den Weg in die Selbstständigkeit. Jeden zweiten Donnerstag möchte Female Finance aufklären, informieren und Mut machen – denn Frauen sind in unserer Gesellschaft immer noch in vielen Bereichen benachteiligt oder unterrepräsentiert.

Dieser Podcast wird präsentiert von Finance Forward und produziert von Podstars by OMR. Exklusiver Staffelpartner von Female Finance ist Patreon.

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