Co-CEOs Denise Johansson und Monika Liikamaa (Bild: Enfuce)

Dynamik des Zahlungsverkehrsmarkts „Triebfeder“ für Führungsteam von Enfuce

„Neues schaffen“ lautet die Devise von Monika Liikamaa und Denise Johansson, den Co-CEOs des Challenger-Anbieters, der sein Wachstum der rasanten Entwicklung des Zahlungsverkehrsmarkts und wandlungsbereiten Führungsetagen verdankt. Für dieses Jahr erwartet das dynamische Duo große Fortschritte in Sachen integrierter Zahlung und vielfältige Chancen in Sachen globaler Skalierbarkeit.

Zwei CEOs – doppelte Entscheidungskraft

Das „dynamische Duo“ wurden Liikamaa und Johansson von vielen genannt, die den beiden im Rahmen der Series C-Finanzierungsrunde im Jahr 2021 begegneten. Eine treffende Bezeichnung: Für Johansson ist Liikamaa das Yin zu ihrem Yang.

„Die Leute spürten die Energie zwischen uns und begannen, uns als Co-CEOs zu bezeichnen. Und so haben wir auch seit der Gründung von Enfuce agiert. Es gab keine einzige wichtige Entscheidung, die nicht von uns beiden abgesegnet wurde. Deshalb dachten wir, warum an stereotypen Organisationsstrukturen festhalten, und erklärten uns ganz offiziell zu Co-CEOs“, erklärt Johansson.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der gegenseitigen Anerkennung und Ergänzung der jeweiligen Stärken.

„Monika ist die Visionärin mit den großen Zielen. Mit halben Sachen gibt sie sich nicht zufrieden. Meine Stärken liegen bei den Soft Skills und der Organisation unserer Ziele in konkrete Details. Für uns gibt es keinen Zwang zum Entweder-oder. Wer seine Stärken so gut kennt, kann einem Unternehmen im Tandem mehr mitgeben“, so Johansson.

Während Führung oft ein einsames Unterfangen ist, haben Liikamaa und Johansson stets die Möglichkeit, sich mit einer gleichrangigen Sparringspartnerin auszutauschen. Das macht die Entscheidungsfindung nicht nur schneller, sondern auch besser.

„Wir stimmen überein, dass unsere Rolle als Co-CEOs und Gründerinnen von Enfuce ein Lifestyle ist. Wir arbeiten auf dieselben Ziele hin und kennen den Kontext jeder Entscheidung. Deshalb können wir viel schneller und anhand besserer Kennzahlen handeln, als wenn wir allein wären“, so Liikamaa.

Enfuce als erster Zahlungsverarbeiter in der Cloud

Auf die Frage, welchen Ratschlag Liikamaa und Johansson ihrem jüngeren Ich geben würden, haben beide eine ganz klare Antwort.

„Vertraue dir selbst und deinen Entscheidungen. Mittlerweile haben wir das Selbstvertrauen, doch am Anfang hätte es ruhig größer sein dürfen. Schließlich hatten wir schon vor der Gründung von Enfuce lange Zeit zusammengearbeitet und verfügten über die nötige Erfahrung und das Wissen. Doch wir haben schnell gelernt und setzen jetzt die Änderungen um, die wir schon früher hätten vornehmen können“, erklärt Liikamaa.

Mutige Entscheidungen waren die Grundlage für das enorme Wachstum von Enfuce. Eine davon war der Aufbau des Unternehmens in einer öffentlichen Cloud.

„Wir haben Enfuce gegründet, um besser, schneller und skalierbar zu sein. Und das ließ sich mit null Geld nur in der Cloud realisieren“, so Liikamaas Blick zurück auf die Anfänge von Enfuce.

Ein zweiter entscheidender Moment war laut Johansson das „Card as a Service“-Angebot.

„Wir fanden ein Konzept, das die Branche versteht und braucht. Dieser entscheidende Wendepunkt hat uns erlaubt, groß und global zu agieren“, erklärt Johansson.

Integrierte Zahlungen als Markttreiber für 2022

Enfuce gedeiht durch Wandel, weil beide CEOs die Spannung lieben.

„Wir wissen nicht immer, was der nächste Tag bringt, aber das ist gerade das Spannende an der Sache. Vielleicht gibt es bald eine DSGVO 3.0 oder eine PSD3. Wir sehen Wandel nicht negativ, sondern möchten die Chancen nutzen, die er mit sich bringt“, so Johansson.

Open Banking war vor ein paar Jahren ein großes Thema in der Branche. Doch nur wenige von der PSD2 regulierte Dienstleistungen werden den Verbrauchern überhaupt schon angeboten. Johansson ist sicher: Sie werden kommen, doch der Weg ist noch lang. Auch für die Rolle der Banken und Kartenzahlungssysteme beim Geldtransfer erwartet sie keine großen Veränderungen. Welche disruptive Strömung erwartet sie also für dieses Jahr?

„Das Konzept der integrierten Zahlung wird einen großen Sprung nach vorn machen. Es wird ein schnelles Wachstum, Innovationen und neue Serviceleistungen geben“, so Johanssons Prognose.

„Auf Makroebene hat Corona bei IT-Infrastrukturen große Entwicklungssprünge erzwungen, dank derer nun viel mehr online erledigt werden kann. Man muss sich nicht mehr an einem bestimmten Ort aufhalten, um bestimmte Dinge zu tun. Die gleiche Infrastruktur, die eine weit verbreitete und erschwingliche Telekommunikation ermöglicht, bildet auch die Grundlage für integrierte Zahlungen. In Sachen Weiterentwicklung halten digitale Zahlungen mit der Infrastruktur mit. Und da möchte Enfuce ansetzen“, erläutert Liikamaa.

Johansson und Liikamaa sehen großes Potenzial in der Skalierbarkeit und möchten FinTechs beim Rollout in Europa unterstützen.

„Die meisten FinTechs sind länderspezifisch und auf ihren Heimatmarkt konzentriert. Für ein Wachstum außerhalb der Landesgrenzen fehlt vielen die Kenntnis rund um Bestimmungen und Compliance. Akteure wie Enfuce können in Sachen Compliance Hilfe leisten. Durch die Ausweitung unseres Betriebs in Europa können wir mehr FinTechs den Zugang zum paneuropäischen Markt mit skalierbaren Produkten ermöglichen“, so Liikamaas Fazit.

Enfuce ist ein Anbieter von Serviceleistungen im Bereich Zahlungsverkehr, Open Banking und Nachhaltigkeit für Banken, FinTechs, Finanzdienstleister und Händler. Dank einer Kombination aus Branchenkenntnis, innovativer Technologie und Compliance stellt Enfuce zukunftssichere und skalierbare Lösungen schnell und sicher bereit. Das in Finnland gegründete Unternehmen hat vor kurzem seine Präsenz auf Deutschland und Frankreich ausgeweitet. Die Plattform bedient über 16 Millionen aktive Kartennutzer und verarbeitet jährlich Transaktionen in Höhe von knapp einer Milliarde Euro.

Enfuce hat Investitionen aus mehreren Risikokapital-Finanzierungsrunden erhalten und wurde u. a. im Rahmen der Programme The FinTech50, Visa Fintech Fast Track Programm, Mastercard Lighthouse Development Programm und Deloitte Technology Fast 50 gefördert bzw. anerkannt und als Gewinner des PayTech Award 2019 für die beste Bezahllösung für Zahlungssysteme in der Cloud ausgezeichnet.

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