50 dokumentierte Verdachtsfälle: Vor allem an der Technologiebörse Nasdaq gibt es offenbar Betrugsversuche (Bild: Eduardo Munoz / REUTERS)

So läuft der Pump-and-Dump-Betrug an US-Börsen

Über Social-Media-Kampagnen werden Aktienanleger um Milliarden gebracht, auch Deutsche sind betroffen. Im Zentrum stehen dabei oft kleine chinesische Unternehmen, die an der Nasdaq gelistet sind. Vorwürfe gibt es auch gegen eine Firma aus dem Umfeld der Trump-Familie.

Am vergangenen Sonntag erreichte ein Brief aus dem US-Kongress den Trump Tower in New York. Ein paar Stockwerke unterhalb der Organisation von US-Präsident Donald Trump (79) residiert dort ein Finanzunternehmen, das enge Verbindungen zur Präsidentenfamilie pflegt: Dominari Securities. Viertgrößter Anteilseigner der Dominari-Holding ist Präsidentensohn Eric Trump (42), der gemeinsam mit seinem älteren Bruder Donald Trump Jr. (48) seit Ende 2024 auch im Beratungsgremium der Investmentbank sitzt.

In dem Brief verlangen die Kongressabgeordneten Auskünfte über delikate Geschäfte. Dominari zählte nämlich zu den Emissionshäusern bei den US-Börsengängen chinesischer Kleinstfirmen, die später offenbar in massive Kursmanipulationen verwickelt waren. Dominari, argumentieren die Politiker, habe durch die Hilfe bei den Börsengängen die späteren „Ramp-and-Dump“-Modelle erst ermöglicht. Was wussten die Investmentprofis also über ihre Klienten? Dominari bestätigte den Eingang des Schreibens und erklärte, man werde es „zu gegebener Zeit“ beantworten.

Der Aufklärungsversuch aus dem Kongress ist der neueste Vorstoß, ein gigantisches Betrugssystem an der Wall Street zu entschlüsseln, über das offenbar in großem Stil Privatanleger ausgebeutet werden. Beobachter schätzen die Verluste allein im Jahr 2025 auf 15 Milliarden US-Dollar.

Die ganze Geschichte lest ihr beim manager magazin.