Kertos-Gründer Kilian Schmidt, Alexander Prams und Johannes Hussak (von links). Bild: PR

Compliance mit KI: Kertos bekommt 14 Millionen Euro

Exklusiv: Der Fintech-Investor Portage beteiligt sich in der Series A an dem KI-Start-up Kertos. Mit der Software organisieren Start-ups wie Pliant oder Personio ihre Compliance. Durch mehr Regulierung wächst auch der Bedarf für Kertos.

Kilian Schmidt hat die deutsche Start-up-Szene in den vergangenen Jahren von innen kennengelernt. Er war Anwalt beim Möbel-Onlineshop Home24, später wechselte er zum Scooter-Verleiher Tier und dann zu dem Lieferdienst Gorillas. Mit der Erfahrung aus dieser Zeit hat er nun in München das Start-up Kertos gemeinsam mit Alexander Prams und Johannes Hussak gegründet, das eine Compliance-Software für Unternehmen anbietet.

In einer neuen Finanzierungsrunde erhält Kertos insgesamt 14 Millionen Euro – eingestiegen ist der Fintech-Geldgeber Portage. Gerade im Finanzbereich sind die Compliance-Anforderungen in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Auch die Bestandsinvestoren wie PiLabs, Redstone, 10x Founders um Szene-Kopf Felix Haas und seed + speed Ventures haben investiert. Rund 5 Millionen Euro hatte Kertos in vergangenen Finanzierungen bereits bekommen.

Thema mit Aufwind

Kunden wie die Start-ups Personio, Enpal, Flink oder Pliant verwenden die Software, die mithilfe von KI überprüft, ob sich die Unternehmen an bestimmte Gesetze halten. Dazu zählt etwa die Europäische Datenschutzgrundverordnung oder die KI-Regulierung. Die Software soll automatisch überprüfen, ob die Firmen alles richtig machen und automatisiert viele Aufgaben, die dabei anfallen. So sei die Firma immer bereit für eine Überprüfung.

Das Thema hat weltweit offenbar Aufwind: Auch in den USA hat ein deutscher Gründer mit dem Thema Compliance gerade Geld eingesammelt. Wie Finance Forward berichtet, bekommt Myriad AI ebenfalls ein neues Funding.