{"id":12393,"date":"2021-07-05T06:30:15","date_gmt":"2021-07-05T04:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/financefwd.com\/?p=12393"},"modified":"2021-07-05T07:43:10","modified_gmt":"2021-07-05T05:43:10","slug":"futu-robinhood","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/financefwd.com\/de\/futu-robinhood\/","title":{"rendered":"Futu \u2013 das bessere Robinhood aus China"},"content":{"rendered":"<p><em>Der chinesische Neobroker Futu geh\u00f6rt zu einem der globalen Vorreiter. In der westlichen Welt flog die Firma lange Zeit unter dem Radar, dabei ist das Fintech mit Wachstumszahlen und Produkt seinen Wettbewerbern weit voraus. Wie ist der Aufstieg gelungen?<\/em><\/p>\n<p>Schon vor Jahren bewarb sich der damals 23-j\u00e4hrige Ingenieur Leaf Hua Li bei einem chinesischen Startup. Als ihn die Firma wegen mangelnder Erfahrung ablehnte, marschierte er ins B\u00fcro des Gr\u00fcnders \u2013 und redete so lange auf ihn ein, bis dieser ihn einstellte. Er war damit Mitarbeiter 18 von Tencent.<\/p>\n<p>Seit 2000 baute er die chinesische Tech-Firma mit auf, die \u00fcber die Jahre mit ihrem Messenger Wechat und Apps zu den erfolgreichsten Tech-Firmen der Welt aufstieg.<\/p>\n<p id=\"newsletter\">Sieben Jahre sp\u00e4ter k\u00fcndigte er und gr\u00fcndete eine Trading-App mit dem Namen Futu, noch vor dem Start von Robinhood. Der amerikanische Neobroker wird bald einen B\u00f6rsengang hinlegen \u2013 das internationale Interesse ist gro\u00df. Futu ist bereits seit 2019 an der US-B\u00f6rse Nasdaq gelistet und ohne viel Aufmerksamkeit zu einem schnell wachsenden Broker-Startup aufgestiegen: Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 212 Prozent auf 427 Millionen Dollar, die Nutzerzahl stieg sogar um 231 Prozent.<\/p>\n<h2>Wohlhabende Kunden verwenden die Futubull-App<\/h2>\n<p>Gerade dieses Wachstum hat die Investoren beeindruckt, denn der Trading-Hype schwappte auch nach China. Die Zahl der Kunden ist dabei sogar vergleichsweise klein: Die Futubull-App z\u00e4hlt um die 790.000 aktive Nutzer.<\/p>\n<p>Umso imposanter ist der Blick in die Kundenstruktur von Futu. Die Trader sind im Durchschnitt n\u00e4mlich wohlhabender als bei den hierzulande bekannten Konkurrenzfirmen. Insgesamt verwaltet die Firma ein Verm\u00f6gen von 36,8 Milliarden Dollar, ein durchschnittlicher Futu-Kunde hat also 46.555 Dollar im Depot.<\/p>\n<p><iframe id=\"datawrapper-chart-IB67j\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Umsatz von FUTU (in USD)\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/IB67j\/7\/\" height=\"485\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"S\u00e4ulen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Zum Vergleich: Selbst beim deutschen Broker Flatexdegiro, der mit seinem Kernprodukt eher erfahrene Investoren anspricht, sind es nur 29.580 Dollar pro Kunde \u2013 und beim US-amerikanischen Ausnahmebroker Robinhood lediglich 4.496 Dollar. Ein Grund f\u00fcr den Erfolg von Futu ist demnach eine \u00fcberdurchschnittlich wohlhabende Kundengruppe, die vor allem aus jungen gutverdienenden Ingenieuren und Technikern besteht.<\/p>\n<h2>Soziales Netzwerk trifft Trading-App<\/h2>\n<p>Auch mit seinem Produkt ist Futu weiter, es hat die App weiterentwickelt \u2013 hin zu einer Trading-Super-App. Es hat neben der Trading-Funktion in den vergangenen Jahren das soziale Netzwerk NiuNiu aufgebaut. NiuNiu hat circa 670.000 aktive Nutzer und wird von Branchenbeobachtern als das Wallstreetbets-Forum \u2013 also das zentrale B\u00f6rsenforum \u2013 chinesischer Anleger bezeichnet. Junge Trader diskutieren dort Anlage-Tipps, es sind aber auch Livestreams von Hauptversammlungen und digitale Weiterbildungskurse zu Finanzthemen integriert.<\/p>\n<p>Das NiuNiu-Netzwerk ist direkt in der Futubull-App integriert. W\u00e4hrend sich die Anleger \u00fcber ihre neuesten Investmentideen austauschen, k\u00f6nnen sie die jeweiligen Wertpapiere auch sofort in der App kaufen. Au\u00dferdem brauchen Nutzer einen Futubull-Account, um auf NiuNiu zugreifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In manchen Kreisen gilt das NiuNiu-Forum mittlerweile als unentbehrlich. Ein Hedgefonds-Manager aus Singapur beschrieb NiuNiu in einem Interview mit der Financial Times als das \u201eYouTube of E-Trading\u201c. Wer beim Trading keinen Zugriff auf die Plattform und die dortigen Inhalte habe, sei mit einem Soldaten ohne Patronen im Gewehr zu vergleichen. Selbst Experten setzen mittlerweile auf die Inhalte von NiuNiu.<\/p>\n<h2>G\u00fcnstiges Marketing<\/h2>\n<p>Bis heute ist der Futu-Gr\u00fcnder Leaf Hua Li eng mit seinem ehemaligen Arbeitgeber verbunden. Tencent ist auch mit 21 Prozent an Futu beteiligt und damit der zweitgr\u00f6\u00dfte Aktion\u00e4r nach dem Gr\u00fcnder selbst, der 34 Prozent von Futu kontrolliert. Anders als bei Tencent reicht es bei Futu allerdings nicht aus, ein erfolgreiches soziales Netzwerk aufzubauen.<\/p>\n<p>Schlussendlich bleibt die entscheidende Frage, wie stark sich der Erfolg von NiuNiu auf die Ums\u00e4tze und Gewinne im Kerngesch\u00e4ft als Neobroker auswirkt. Schlie\u00dflich ist eine Super-App nur dann sinnvoll, wenn sich die einzelnen Teile der App gegenseitig befruchten. Es stellen sich also zwei Fragen:<\/p>\n<p>1. Sorgt die Integration von NiuNiu tats\u00e4chlich f\u00fcr mehr Trading-Aktivit\u00e4t der Nutzer?<\/p>\n<p>2. Kann man durch die Anziehungskraft von NiuNiu vergleichsweise g\u00fcnstig Kunden gewinnen?<\/p>\n<p>Der Marketing-Effekt scheint sich bei dem Blick auf die Kosten zu best\u00e4tigen. Im vergangenen Jahr hat der Neobroker 50 Millionen Dollar f\u00fcr Marketing ausgegeben, also circa zw\u00f6lf Prozent des Umsatzes. Das israelische Pendant eToro hingegen hat 2020 circa 38 Prozent der Ums\u00e4tze in die Werbung von Neukunden reinvestiert. Dabei ist eToro mit nur 148 Prozent gewachsen, deutlich schw\u00e4cher als Futu.<\/p>\n<p>Selbst Robinhood hat 2020 19 Prozent der Ums\u00e4tze f\u00fcr Marketing ausgegeben, obwohl der US-amerikanische Neobroker zum Sinnbild des Trading-Hypes wurde und dadurch sehr viel mediale Aufmerksamkeit beziehungsweise kostenfreie Reichweite erhalten hat.<\/p>\n<p>Und auch in Bezug auf die Trading-Aktivit\u00e4t scheint NiuNiu sich positiv auf die Zahlen von Futubull auszuwirken, denn der chinesische Broker macht deutlich mehr Umsatz pro Kunde als die Konkurrenz.<\/p>\n<p><iframe id=\"datawrapper-chart-slzFZ\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Umsatz pro Kunde (in USD)\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/slzFZ\/1\/\" height=\"136\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"Balken\"><\/iframe><\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Unterschied zu Robinhood ist vor allem damit zu erkl\u00e4ren, dass eToro und Futu ihr Geld mit Trading-Geb\u00fchren verdienen, w\u00e4hrend Robinhood mit dem sogenannten Payment-for-order-flow Modell arbeitet. Robinhood leitet die Orders der Kunden an B\u00f6rsenh\u00e4ndler weiter und bekommt daf\u00fcr eine kleine Provision von den H\u00e4ndlern.<\/p>\n<p>Doch auch im Vergleich zu eToro verdient Futu noch einmal deutlich mehr Geld pro Nutzer. Das liegt zum einen daran, dass ein aktiver Nutzer von NiuNiu 38 Minuten pro Tag in der Futubull-App verbringt und dementsprechend h\u00e4ufig Aktien kauft und verkauft, was die Geb\u00fchren nach oben treibt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem bietet der chinesische Neobroker seinen Kunden Finanzierungsl\u00f6sungen an. Die Kunden k\u00f6nnen sich bei Futu Geld leihen, um Aktien zu kaufen und die Aktien dienen als Sicherheit f\u00fcr den Kredit. Im Schnitt haben diese Kredite eine Verzinsung von 6,8 Prozent. Das f\u00fchrt dazu, dass im vergangenen Jahr nur mehr 60 Prozent der Ums\u00e4tze auf die klassischen Broker-Geb\u00fchren zur\u00fcckzuf\u00fchren waren. Der Rest kommt aus anderen Quellen und eben vor allem aus den Zinsertr\u00e4gen des Kreditgesch\u00e4fts.<\/p>\n<p>Finanziert hat Futu dieses Gesch\u00e4ft urspr\u00fcnglich aus eigener Kasse, mittlerweile greift die Firma aber gro\u00dfteils auf andere Banken zur\u00fcck, die das Geld f\u00fcr die Kredite zur Verf\u00fcgung stellen. 2020 wurden um die 69 Prozent aller Kredite \u00fcber institutionelle Partner finanziert.<\/p>\n<p>Die hohen Ums\u00e4tze pro Kunde f\u00fchren zu au\u00dferordentlich hohen Gewinnmargen. W\u00e4hrend eToro noch Geld verliert, hatte Futu im vergangenen Jahr einen Jahres\u00fcberschuss von 172 Millionen Dollar, was einer Marge von 40 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Bei Robinhood betrug die Gewinnmarge letztes Jahr lediglich 0,8 Prozent und lag damit nur knapp \u00fcber der schwarzen Null. Selbst bei einem etablierten Player wie Flatexdegiro lag die Gewinnmarge im letzten Jahr bei nur 19 Prozent.<\/p>\n<p><iframe id=\"datawrapper-chart-xJz5N\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Gewinnmarge der Neobroker\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/xJz5N\/2\/\" height=\"400\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"Column Chart\"><\/iframe><\/p>\n<p>Au\u00dferdem f\u00e4llt auf, dass der Gewinn von Futu deutlich st\u00e4rker gestiegen ist als der Umsatz, um 721 Prozent n\u00e4mlich. Hintergrund ist ein Ph\u00e4nomen, das in Fachkreisen als operativer Hebel bezeichnet wird und auf alle Broker zutrifft. Broker \u2013 ob klassisch oder neo \u2013 haben erst einmal hohe Fixkosten, um die gesamte Handelsinfrastruktur zu bauen und die n\u00f6tigen Lizenzen zu erhalten. Daf\u00fcr sind die variablen Kosten je Kunde denkbar gering.<\/p>\n<p>In anderen Worten: Mehr Trading bedeutet mehr Umsatz ohne relevante zus\u00e4tzliche Kosten. Davon profitieren die Online-Broker aktuell enorm. Allerdings muss man beachten: Der operative Hebel arbeitet auch in die andere Richtung. Wenn das Handelsvolumen pl\u00f6tzlich zur\u00fcckgeht, sinken die Ums\u00e4tze, die Fixkosten bleiben aber zu gro\u00dfen Teilen bestehen.<\/p>\n<h2>Die internationale Expansion<\/h2>\n<p>Um einem m\u00f6glichen Abflachen des Trading-Hypes in China entgegenzuwirken, will Futu sich in diesem Jahr verst\u00e4rkt auf die internationale Expansion konzentrieren. Konkret will man 2021 das Gesch\u00e4ft in Singapur und den USA ausbauen und den dortigen Konkurrenten mit der App \u201emoomoo\u201c Konkurrenz machen. \u00dcberzeugen soll hier genau wie bei Futubull die Kombination von Trading-App und sozialem Netzwerk.<\/p>\n<p>Trotz des katastrophalen Namens l\u00e4uft die App vor allem in Singapur gut an. Am 8. M\u00e4rz war der offizielle Launch, schon Anfang Juni kam die Pressemitteilung, dass die Marke von 100.000 zahlenden Kunden in Singapur \u00fcberschritten wurde. Ein beeindruckendes Wachstum. Vor allem wenn man bedenkt, dass Singapur gerade einmal 5,9 Millionen Einwohner hat. \u00dcber den Start in den USA gab es bisher noch keine weiteren Informationen.<\/p>\n<h2>Die Krux der Massentauglichkeit<\/h2>\n<p>Ein weiterer Grund f\u00fcr die internationalen Ambitionen von Futu k\u00f6nnte die langfristige Sorge sein, dass man sich zu spitz positioniert hat und sich auf wohlhabenden und aktiven Aktienh\u00e4ndler konzentriert. Dieser Markt ist in jedem Land begrenzt.<\/p>\n<p>Wenn man n\u00e4mlich einmal einen Blick auf die Nutzeroberfl\u00e4che der Futubull-App wirft, findet man eine ziemliche komplexe Trading-App vor, die eher erfahrene Trader als Neueinsteiger anspricht. Vor allem im Vergleich zu Apps wie Robinhood oder Trade Republic wird die Komplexit\u00e4t der Nutzeroberfl\u00e4che besonders deutlich.<\/p>\n<h2>Spitze Zielgruppe<\/h2>\n<p>Diese Positionierung f\u00fchrt zum einen dazu, dass Futu eine \u00fcberdurchschnittlich wohlhabende Kundengruppe besitzt. Zum anderen erkl\u00e4rt sie aber auch, wieso Futu nur 790.000 aktive Nutzer z\u00e4hlt und damit bedeutend weniger als die 18 Millionen Nutzer von Robinhood.<\/p>\n<p>Die spitze Positionierung als Trading-App bedeutet au\u00dferdem, dass die langfristigen Expansionsm\u00f6glichkeiten im Produktportfolio beschr\u00e4nkter sind als bei der Konkurrenz. Robinhood bietet beispielsweise bereits Debitkarten an und will in Zukunft nicht nur zum Neobroker, sondern zur vollumf\u00e4nglichen modernen Bank f\u00fcr den Kunden werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12401\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12401\" src=\"https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu.jpg 1920w, https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu-300x169.jpg 300w, https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu-768x432.jpg 768w, https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu-150x84.jpg 150w, https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu-446x250.jpg 446w, https:\/\/financefwd.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Futu-580x326.jpg 580w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Futu-App (links) und der Neobroker Robinhood (Bild: Screenshots)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch der deutsche Konkurrent Trade Republic verfolgt eine \u00e4hnliche Strategie. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche sagte der Trade-Republic-CEO Christian Hecker k\u00fcrzlich: \u201eWir glauben schon, dass der Markt f\u00fcrs Trading klein ist, kompetitiv ist und nicht wirklich was ver\u00e4ndert. Der Markt f\u00fcr Verm\u00f6gensvorsorge, der Markt f\u00fcrs Sparen, ist faktisch unendlich.\u201c<\/p>\n<h2>Liebling der B\u00f6rsen<\/h2>\n<p>Die spitze Positionierung von Futu f\u00fchrt dazu, dass man der Konkurrenz aktuell weit voraus ist. Gleichzeitig ist man abh\u00e4ngiger vom aktuellen Trading-Hype und wird es schwerer haben, das Produktportfolio in Zukunft bedeutend zu erweitern.<\/p>\n<p>Die Investoren an der B\u00f6rse st\u00f6ren sich bisher nicht an Futus Abh\u00e4ngigkeit von der Marktdynamik. In den vergangenen 12 Monaten hat die Aktie um mehr als 700 Prozent zugelegt. Damit ist Futu an der B\u00f6rse 23,8 Milliarden Dollar wert, was in etwa dem 56-fachen des Umsatzes entspricht.<\/p>\n<p>Robinhood k\u00f6nnte beim baldigen B\u00f6rsengang eine Bewertung von rund 50 Milliarden Dollar erreichen, was ebenfalls circa dem 50-fachen des Umsatzes entsprechen w\u00fcrde. Die restliche Konkurrenz wird aber deutlich g\u00fcnstiger bewertet. eToro soll bei seinem baldigen SPAC-Merger nur auf das 17-fachen des Umsatzes kommen, das Umsatzmultiple von Flatexdegiro liegt bei 12.<\/p>\n<p>Wenn man bedenkt, dass die Ums\u00e4tze von Futu durch die aktuelle Sonderkonjunktur an den B\u00f6rsen au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch sind, ist die Aktie aus Investorensicht alles andere als g\u00fcnstig. Dennoch z\u00e4hlt Futu mit seinen Gesch\u00e4ftszahlen zu den global st\u00e4rksten Neobroker \u2013 und ist mit seiner Trading-Super-App sehr weit entwickelt. Die Frage ist nur: Wie lange l\u00e4sst sich der Vorsprung halten?<\/p>\n<p><em>In Deutschland geh\u00f6ren Trade Republic und Scalable Capital zu den Hoffnungstr\u00e4gern unter den Neobrokern \u2013 sie haben eine Gemeinsamkeit mit Futu. Tencent stieg <a href=\"https:\/\/financefwd.com\/de\/scalable-unicorn\/\">k\u00fcrzlich bei Scalable Capital ein<\/a> und <a href=\"https:\/\/financefwd.com\/de\/trade-republic-unicorn\/\">Sequoia bei Trade Republic.<\/a> Beide geh\u00f6ren zu wichtigen Geldgebern von Futu.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der chinesische Neobroker Futu geh\u00f6rt zu einem der globalen Vorreiter. In der westlichen Welt flog die Firma lange Zeit unter dem Radar, dabei ist das Fintech mit Wachstumszahlen und Produkt seinen Wettbewerbern weit voraus. Wie ist der Aufstieg gelungen? 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