Silvr will aus Paris heraus Europa erobern (Bild: John Towner/Unsplash)

Finanzierungs-Startup Silvr bereitet deutschen Markteintritt vor

Das französische Fintech Silvr hat im Frühjahr rund 130 Millionen Euro eingesammelt, jetzt startet es in Deutschland durch. Es bietet umsatzbasierte Finanzierungen für Unternehmen der Digitalwirtschaft an, dafür partnert es mit dem Anbieter DFKP.

Die großen Vorbilder sind Pipe oder Clearco aus den USA, inzwischen werkeln einige europäische Fintechs an einem ähnlichen Geschäftsmodell. Ein weiterer Anbieter der umsatzbasierten Finanzierungen ist auf dem deutschen Markt künftig das 2020 gegründete Silvr. Das französische Startup hat im Frühjahr eine Finanzierungsrunde in Höhe von rund 18 Millionen Euro abgeschlossen, dazu bekam es eine Kreditlinie in Höhe von 112 Millionen Euro. Zu den Investoren gehören neben dem Venture-Capital-Fonds wie Eurazeo, XAnge oder Otium auch die Qonto-Gründer.

Eine Partnerschaft mit dem 2019 gegründeten Vermittler von Unternehmensfinanzierungen, Deutsche Firmenkredit Partner (DFKP), soll nun der Start in Deutschland gelingen. Die Finanzierungsform ist besonders für E-Commerce- und Software-Unternehmen interessant, die bereits wiederkehrende Umsätze aufweisen können. Mit einer eigenen Technologie will Silvr die bisherige Leistung seiner Kunden bewerten und so ihre künftigen Einnahmen prognostizieren.

Bislang habe es bereits mehr als 100 Millionen Euro an Finanzierungsvolumen verteilt, heißt es in einer Mitteilung. „In der aktuellen Marktlage zwischen Rezession und steigenden Zinsen ist die Cashflow-Optimierung für Unternehmen von höchster Relevanz“, lässt sich CEO Nima Karimi darin zitieren. Zu den Konkurrenten gehören beispielsweise Re:cap, Vitt oder Pulse. Auch nordamerikanische Anbieter wie Capchase und Riverside sind bereits nach Deutschland gekommen, wie Finance Forward berichtete. Pipe lässt allerdings noch auf sich warten.

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