Die Penta-Mitgründerin Jessica Holzbach (Bild: PR)

Penta kooperiert mit Weltsparen, um künftig Zinsen anzubieten

Exklusiv: Geschäftskunden von Penta können nun ihr Geld über die Zinsplattform Raisin in Tages- und Festgeld anlegen. Sie leiden bislang unter den Negativ-Zinsen.

Die Berliner Neobank Penta arbeitet künftig mit der Zinsplattform Raisin („Weltsparen“) zusammen, um ihren Geschäftskunden Tages- und Festgeld-Produkte anzubieten. Mit Weltsparen können Kunden ihr Geld bei verschiedenen europäischen Banken anlegen – sie erhalten so höhere Zinsen als bei ihrer Hausbank.

Was Privatkunden schon länger möglich ist, soll nun über Penta auch Firmenkunden zugänglich gemacht werden. Denn deutschen Unternehmen werden im internationalen Vergleich die niedrigsten Zinsen geboten, wie ein Vergleich von Weltsparen zeigt. Demnach kommt Deutschland auf einen Zinssatz von minus 0,34 Prozent. Zum Vergleich: Die Niederlande und Spanien stehen mit minus 0,29 Prozent und minus 0,22 Prozent auf Platz zwei und drei. Laut des Vergleichsportals Verivox erheben aktuell 126 Banken in Deutschland Negativzinsen. Immer mehr Unternehmen haben damit zu kämpfen, wie die Wirtschaftswoche berichtet. „Durch den negativen Zins schmelzen die Liquiditätspolster der Unternehmen“, zitiert das Magazin Sebastian Krauß vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft.

Penta will dieses Problem für seine Kunden mit der Raisin-Kooperation lösen. Damit sei das Startup „einer der wenigen digitalen Banking-Anbieter für Unternehmen, der seinen Kunden eine sehr gute Alternative zu hohen Kosten durch Negativzinsen anbieten kann“, lässt sich Penta-Mitgründerin Jessica Holzbach zitieren.

Das Fintech, das zum Startup-Inkubator Finleap gehört, führt inzwischen etwa 22.000 Kunden, es richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler und Solo-Selbständige. Im Mai hatte Penta beschlossen, Neukunden kein kostenloses Konto mehr anzubieten. Die kostenlosen Konten seien ein Relikt aus der Anfangszeit von Penta, als das Kontomodell noch sehr rudimentär war, sagte der damalige CEO Marko Wenthin zu Finance Forward. Jetzt will es ein Rundum-Paket anbieten, dazu gehören nun auch Tages- und Festgeld.

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