NaroIQ-Gründer Chris Püllen (Bild: PR).

NaroIQ bekommt Lizenz als Wertpapierinstitut

Das Kölner Start-up NaroIQ arbeitet künftig mit mehreren Lizenzen der Finanzaufsicht BaFin. Mithilfe des Dienstes können etablierte Fondsanbieter eigene ETFs auflegen. Was hat das Fintech vor?

Einer der aufstrebenden Fintech-Anbieter steht vor dem nächsten großen Start: Gründer Chris Püllen erhält für sein Start-up NaroIQ insgesamt fünf Lizenzen von der deutschen Finanzaufsicht BaFin erteilt und agiert nun als Wertpapierinstitut. Damit wird das Unternehmen als ETF-Infrastruktur-Anbieter auftreten.

Mit den Lizenzen kann das Unternehmen etwa Anlagevermittlungen oder Index-Berechnung übernehmen. Etablierte Fondsanbieter sind potenzielle Kunden, die auf diesem Weg eigene ETFs auflegen oder bestehende Fonds umwandeln – ein großer Trend der vergangenen Jahre. Die Tochtergesellschaft NaroAM hat die Zulassungen erhalten.

Gerade etablierte Anbieter würden durch den ETF-Trend mit Abflüssen kämpfen, heißt es. Der ehemalige Vanguard-Manager Hendrik Mechlinski und Fondsspezialist Christian Meyer-Vahrenhorst leiten die regulierte Tochter. Für die Aufbauphase hatte Püllen insgesamt knapp 6 Millionen Euro in diesem Jahr eingesammelt – unter anderem von Wagniskapitalgebern wie General Catalyst, Magnetic und Redstone. Als einen ersten Kunden hat NaroIQ bereits Hauck & Aufhäuser als Partner verkündet, der künftig aktive und passive ETFs mit NaroIQ auflegen wird.