Milliardenhüterin: General-Catalyst-Investorin Jeannette zu Fürstenberg befeuert den Hype mit frischem Geld (Bild: Krisztian Bocsi / Bloomberg / Getty Images)

General Catalyst will mit Milliardenfonds deutsche Firmen kaufen lassen

Die größten Start-up-Investoren der Welt sammeln Geld für neuartige Roll-up-Deals: Sie finanzieren Gründer, die kleine Steuerberatungen, Hausverwaltungen oder Ingenieurbüros zusammenkaufen – und mit KI ausschlachten. Auch Google, Vorwerk Ventures, Project A und Tenet mischen mit.

Eine der aktuell heißesten Berliner Techwetten fokussiert sich auf eine Branche, die bislang als wenig sexy galt: Hausverwaltungen. Das Playbook der Firma Buena sieht – stark vereinfacht – so aus: kleine Immobilienverwalter zusammenkaufen und eine Software mit künstlicher Intelligenz darüberlegen. „Im zweiten Schritt wird man dann wohl einen Teil der Leute feuern“, sagt ein Investor, der den Markt gut kennt. Nur so seien am Ende wirklich lukrative Renditen zu holen.

Das Unternehmen betont, ohne Menschen funktioniere das Geschäft nicht. Die KI soll bei lästigen Aufgaben wie dem Erstellen der Nebenkostenabrechnungen helfen und so die Mitarbeiter entlasten, die dann mehr Wohnungen verwalten könnten. Die Geldgeber jedenfalls lieben den Pitch der Buena-Truppe um CEO Din Bisevac (27), der als Kind einst einer der ersten deutschen YouTube-Stars war und jetzt schon mehr als 25 Hausverwaltungen gekauft hat. Im vergangenen Sommer butterten die Investoren knapp 60 Millionen Dollar in die Firma, darunter bekannte Akteure wie Google Ventures (GV) oder 20VC, das Vehikel des britischen Promi-Podcasters Harry Stebbings (29). Nur Monate später legen GV und der US-Fonds Left Lane jetzt noch einmal nach. Eine Finanzierungsrunde in der Größenordnung von 40 Millionen Euro stehe bevor, heißt es aus der Branche.

Der Deal ist nur ein Indiz dafür, wie sehr sich der sogenannte Roll-up-Markt gerade aufheizt. Immer mehr Geld fließt in Gründerteams, die in Deutschland kleine Firmen in bislang wenig technisierten Branchen aufkaufen, sie mit KI umrüsten und nach fünf bis sieben Jahren mit Gewinn wieder verscherbeln. Das Kapital für die Roll-ups kommt dabei von hiesigen Investoren wie Project A, Vorwerk Ventures und ambitionierten Neugründungen wie Tenet. Doch auch die größten Start-up-Finanziers der Welt steigen neu in das Rennen in Europa ein und machen sich gerade mit Milliardenfonds bereit für die lukrative Firmenjagd im deutschen Mittelstand.

Die ganze Geschichte lest ihr beim manager magazin.