„Für viele Kryptowährungen war es ein katastrophales Jahr“
2025 war für die Kryptobranche ein schwieriges Jahr, trotz wohlwollender Unterstützung aus dem Weißen Haus. Im Podcast erklärt Investor Julius Nagel die Gründe für den Downturn und blickt voraus.
Vor gut einem Jahr versprach US-Präsident Donald Trump (79) den Beginn eines „goldenen Zeitalters“ für die amerikanische Wirtschaft. Auch die Kryptoindustrie sollte vom neuen Kurs des Republikaners profitieren: Trump lud die Bosse der großen Börsen ins Weiße Haus ein, brachte mit dem Genius Act eine wichtige Reform auf den Weg, begnadigte sogar den Binance-Gründer Changpeng Zhao (49).
Trotz des präsidialen Wohlwollens tat sich die Branche 2025 jedoch schwer. „Für viele Kryptowährungen war es ein katastrophales Jahr“, sagt Julius Nagel (35), langjähriger Kryptoinvestor und Gründer des spezialisierten Fonds w3.wave, im „Finance Forward“-Podcast. Gerade die kleineren Kryptowährungen abseits von Bitcoin und Ethereum hätten zum Jahresende noch mal einen starken Abverkauf erlebt.
Nagel führt die verhaltene Stimmung auf die Erinnerungen an frühere Spekulationsblasen zurück: Viele Kleinanlegerinnen und Kleinanleger hätten sich in schon einmal „die Finger verbrannt“. Sie würden ihr Glück jetzt eher in Tech‑ und KI‑Aktien suchen, die ebenfalls hohe Renditen versprechen. Zudem hätten Wagniskapitalgeber, deren Fonds-Laufzeiten sich dem Ende neigen, für zusätzlichen Verkaufsdruck gesorgt.
„Schmerzhafter, aber positiver Heilungsprozess“
„Es ist ein schmerzhafter, aber langfristig positiver Heilungsprozess“, glaubt der Kryptoinvestor. Viele Projekte ohne substanziellen Nutzen würden aktuell aus dem Markt gespült, was die Branche insgesamt stabiler machen könnte.
Im Podcastgespräch mit Finance Forward erklärt Julius Nagel zudem, wie er auf den Bitcoin blickt, warum Stablecoins zum politischen Machtinstrument werden und was er von dem Hype um Kryptowettportale wie Kalshi und Polymarket hält.
Im Podcast „Finance Forward“ sprechen wir alle zwei Wochen mit den spannendsten Persönlichkeiten aus der neuen Finanzwelt – über Fintechs, Fonds, Krypto und Family-Offices. Sie können den Podcast über manager-magazin.de sowie auf Spotify, Apple und Deezer abonnieren.