Die Ivy-Gründer Peter Lieck, Simon Wimmer, Ferdinand Dabitz und Joshua Becker (von links). Bild: PR

Fintech Ivy kooperiert mit Stablecoin-Anbieter Circle

Das Zahlungs-Fintech Ivy schließt eine Partnerschaft mit dem Stablecoin-Player Circle. Händler und Dienstleister sollen damit leichter zwischen Fiat-Währungen und Stablecoins wechseln können. Die bekannte Kryptoplattform Kraken verwendet den Service bereits.

Das aufstrebende Payment-Start-up Ivy kooperiert künftig mit dem US-Anbieter Circle. Das Unternehmen ist der zweitgrößte Stablecoin-Emittent der Welt und vor Kurzem in den USA an die Börse gegangen. Ivy-Kunden erhalten damit künftig Zugang zu dem Euro- und Dollar-Stablecoin von Circle. Akzeptieren Kryptohändler etwa Euro-Zahlungen, können sie diese über Ivy direkt in Stablecoins erhalten. Ebenso können Händler Stablecoins über Ivy wieder in lokale Währungen umwandeln und in Echtzeit an ihre Endkunden auszubezahlen.

Die Partnerschaft mit Circle macht Ivy zu den ersten Sofortzahlungsplattformen, die eine Abwicklung mit dem Dollar-Stablecoin (USDC) oder dem Euro-Stablecoin (EURC) ermöglichen. Insbesondere für internationale E-Commerce-Unternehmen oder Krypto-Plattformen dürfte dieser Schritt interessant sein: Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr kann oft umständlichen und teuren sein. Die Kryptobörse Kraken setzt bereits auf den Service von Ivy.

Stablecoin-Volumen überholt Visa und Mastercard

Stablecoins sind Kryptowährungen, die an eine stabile Fiatwährung wie den Dollar oder Euro gekoppelt sind. Während klassische Kryptowährungen wie Bitcoin oft starken Schwankungen unterliegen und für Zahlungen eher ungeeignet sind, bieten Stablecoins eine Alternative für schnelle und kostengünstige Transaktionen.

Das Thema liegt aktuell stark im Trend. Neben klassischen Zahlungsdienstleistern wie Stripe und PayPal arbeiten auch immer mehr Großbanken, wie die Deutsche Bank oder JP Morgan, an eigenen Stablecoin-Lösungen. Im vergangenen Jahr übertraf das globale Handelsvolumen mit Stablecoins erstmals das kombinierte Transaktionsvolumen der Zahlungsriesen Visa und Mastercard, was für viele Branchenbeobachter einen Wendepunkt markierte.

Ivy wurde 2021 von Ferdinand Dabitz, Joshua Becker, Simon Wimmer und Peter Lieck gegründet. Bislang flossen circa 30 Millionen Dollar in das Münchner Startup, unter anderem von Peter Thiels Valar Ventures und Creandum.